Alarm am Strand – die portugiesische Galeere

(04/06/2018)

Gerade oft in den Nachrichten: die Portugiesische Galeere. Quelle: pixabay.com

Vielleicht hast du in den letzten Tagen mitbekommen, dass in den Nachrichten sehr oft von der „Portugiesischen Galeere“ die Rede war. Eigentlich ist eine Galeere ja ein Schiff aus vergangenen Zeiten, das durch Rudern bewegt wurde. Aber in diesem Fall handelt es sich um den Namen einer Quallenart. Die wird so genannt, weil sie aussieht, wie ein Schiff, das auf dem Kopf steht.

Aber sie ist keine Qualle, wie du sie kennst, sondern ein Staatstier. Das bedeutet, dass sich mehrere einzelne – in diesem Stadium der Entwicklung Polypen genannt – in Gruppen zusammenschließen und ein Ganzes bilden, was du dann als Qualle siehst. Aber jeder Polyp hat seine besondere Aufgabe, wie zum Beispiel Nahrungsaufnahme oder Fortpflanzung. Das Besondere ist aber auch, dass die Portugiesische Galeere sehr giftig ist. Berührt sie dich im Wasser mit ihren langen Armen, die Tentakel heißen, kann das ganz schön weh tun und Rötungen hervorrufen. Denn an den Tentakeln befinden sich Nesselzellen, die bei Berührung ein Gift freisetzen.

Deshalb sollte man den Kontakt mit dieser Qualle lieber vermeiden. Das ist aber manchmal gar nicht so einfach, weil die 3 bis 10 cm großen Arten bis zu 10 Meter lange Arme haben, und es gibt sogar 30 cm große Exemplare, deren Tentakel bis zu 50 Meter lang sind. Also kannst du die Qualle dann im Wasser manchmal gar nicht sehen. Aber keine Sorge: Rettungsschwimmer passen gut auf und sollten sie ausnahmsweise eine Portugiesische Galeeren sehen, werden die Strände gesperrt und das Schwimmen verboten, damit niemand verletzt wird. So ist das jetzt neulich auch auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca geschehen, nachdem man solche Quallen am Strand gefunden hatte. Passiert ist dadurch zum Glück nichts.